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Tierische Lebensmittel? Ja bitte!

Tierische LebensmittelCholesterin und Fette lassen immer mehr Menschen fragen: „Soll ich noch tierische Lebensmittel essen? Wir sagen Ja und erklären, warum.


Fisch, Fleisch und Wurstwaren zählen seit jeher zu unseren Nahrungsmitteln. Wo Fleischgenuss jedoch viele Jahrhunderte lang Statussymbol war, steht das tierische Lebensmittel heute jedermann jederzeit zur Verfügung.

So nehmen wir – neben vielen wichtigen Nährstoffen – häufig auch zu viel Fett und Cholesterin zu uns. Deshalb kommt gerade dieser Lebensmittelgruppe eine große Bedeutung innerhalb einer ausgewogenen Ernährung zu.

Fleisch

Fleisch liefert unserem Körper vor allem hochwertiges Eiweiß mit essentiellen, also lebensnotwendigen Aminosäuren. Außerdem enthält es reichlich Mineralstoffe und Spurenelemente wie Selen, Zink oder Eisen. Letzteres ist gerade aus Fleisch sehr gut für den Körper verfügbar. Ein weiterer Pluspunkt ist der Gehalt an wertvollen Vitaminen der B-Gruppe. Vitamin B12 kommt sogar fast ausschließlich in tierischen Produkten (Fisch und Fleisch) vor und ist z. B. an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt. Ein Mangel kann zu Blutarmut führen. Die Empfehlung von Ernährungsexperten, Fleisch dennoch nur in Maßen zu genießen, rührt sowohl vom Cholesteringehalt als auch vom hohen Fettanteil in Fleisch und Fleischwaren.

Zudem handelt es sich bei diesen Fetten meist um so genannte gesättigte Fettsäuren, die für den Körper nicht in dem Maße nutzbar sind wie die so genannten einfach- sowie mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. aus Pflanzenöl). Greifen Sie also möglichst oft zu fettarmen Fleischstücken wie z. B. Roastbeef, Filetstücken von Rind, Schwein und Lamm, Kalbsschnitzel aus dem Rücken, Putenbrust, Hähnchenbrustfilet und Kochschinken (Fettanteil rund 1–3 %). Dagegen enthalten Dicke Rippe, Haxe, Kammkotelett, Bratwurst, Mettenden oder Leberwurst und Leberkäse relativ viel Fett (Fettanteil bis zu 35 %).

Fisch

Im Sinne einer ausgewogenen Ernährung stellt Fisch einen wichtigen Baustein dar und sollte deshalb nicht nur am Karfreitag und zu Silvester gegessen werden. Aus Fisch kommen uns hochwertiges Eiweiß mit wichtigen Aminosäuren, das Spurenelement Jod und D sowie Omega-3-Fettsäuren zu Gute. Letztere sind für die Funktion von Nerven und Gehirn bedeutend, auch unser Herz-Kreislauf-System profitiert davon. Jod, das für die Funktion der Schilddrüse unentbehrlich ist, kommt in größeren Mengen in Seefisch vor. Ernährungsexperten empfehlen z. B. pro Woche eine fettreichere, kleine Fischportion (z. B. Makrele, Hering, Lachs oder Thunfisch) sowie eine größere Portion fettarmen Fisches (z. B. Seelachs, Kabeljau, Scholle, Steinbutt) zu essen.

Milchprodukte und Ei

Milch

Milch und Milchprodukte haben eine große Bedeutung für die Zufuhr des knochenstärkenden Kalziums, das der Entstehung von Osteoporose entgegenwirken kann. Um starke Knochen und Zähne aufzubauen, gehören diese Produkte daher unbedingt auf den täglichen Speiseplan. Aber auch im Erwachsenenalter sollten täglich 2–3 Portionen verzehrt werden, da eine gute Versorgung mit Kalzium den natürlichen Knochenabbau (ab dem 30. Lebensjahr) verlangsamt.

Weiterhin versorgen uns Milch und Milchprodukte mit den Vitaminen A und B2 sowie den Mineralstoffen und Spurenelementen Magnesium und Jod. Weiterer Vorteil: Milchsaure Produkte wie Joghurt enthalten darmaktive Bakterien, die bei regelmäßigem Verzehr zur Darmgesundheit beitragen und das Immunsystem stärken. Eier sollten nicht täglich auf den Tisch kommen. 2–3 pro Woche sind ok. Denken Sie dabei nicht nur ans Frühstücksei. Achten Sie auch auf versteckte Eier (s. Tabelle unten)!


Weniger ist mehr

Für die Bedarfsdeckung benötigt man eine gewisse Menge an Fleisch, Wurst, Fisch, Milch, Milchprodukten und auch Ei. Um von den positiven Inhaltsstoffen zu profitieren, den Körper aber nicht zu belasten, empfehlen wir: Genießen Sie täglich (fettärmere) Milchprodukte, aber nur ein- bis dreimal in der Woche Fleisch und Wurstwaren sowie Fisch und Ei. Lesen Sie alle Infos dazu in dieser Tabelle.