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Fett ist nicht gleich Fett
Fett macht fett. Diese Weisheit trifft nicht immer zu.
Allerdings liefert uns Fett die meiste Energie pro Gramm. Wenn man also Energie beim Abnehmen einsparen will, kann dies am einfachsten mit einer Fettreduktion erreicht werden.
Beispiele für Fettanteile in verschiedenen Lebensmitteln:
Apfel: 0,6 %
Oliven grün: 13,9 %, Oliven schwarz: 33 %
Schweinegeschnetzeltes (je nach Machart): 10-26 %
Schokolade: 31,5 %
Walnüsse: 62,5 %
Wieviel Fett ist o.k?
Empfohlen wird, dass 30% der täglichen Kalorienzufuhr durch Fette gedeckt werden sollte. Dies entspricht bei einem normal gewichtigen Erwachsenen ca. 70-80 g Fett am Tag. Ein Drittel davon steckt schon in der Hotelpackung Butter – als Streichfett. Unterschätzt werden häufig die versteckten Fette in Fertiggerichten, Snacks, Wurstwaren und Käse.
Hier finden Sie eine Tabelle mit versteckten Fetten:
Produkte |
Fettgehalt [ g pro 100 g] |
Fleischwurst |
28,2 |
Bockwurst |
25,2 |
Leberwurst |
36,6 |
Eiskaffee |
16 |
Vollmilch-Nuss-Schokolade |
36 |
Pommes mit 25 g Mayo |
12,3 + 20 = 32,3 |
Emmentaler 45 % F.i.Tr. |
30 |
Edelpilzkäse 70 % F.i.Tr. |
43,3 |
Pesto |
56 |
Käsespätzle |
14,4 |
Grünkernbratlinge |
10,6 |
Welche Fette sind besser als andere?
Achten Sie auf die Qualität. Auch wenn jedes Gramm Fett die gleich Menge an Kalorien liefert, so ist die Qualität und die Herkunft des Fettes entscheidend für unsere Gesundheit. Pflanzliche Öle sowie Fischfett haben eine für unseren Körper günstige Fettzusammensetzung. So enthalten Fischöle langkettige Omega-3-Fettsäuren, die in dem Ruf stehen, das schlechte Cholesterin zu senken. Auch Walnüsse enthalten diese herzschützenden Fette. Soja-, Raps- und Olivenöl haben die günstigste Fettzusammensetzung unter den Pflanzenölen.
Positive Fette |
Negative Fette |
Fischfett aus Lachs, |
Gehärtete Fette in Schokolade, |
Olivenöl |
Palmfett, Palmkernfett |
Sojaöl |
Kokosfett |
Rapsöl |
Der richtige Umgang mit Qualitätsprodukten
Hochwertige und auf unsere Gesundheit positiv wirkende Fette sind Fischfette, sowie pflanzliche Öle. Pflanzliche Öle, die kaltgepresst wurden, bzw. aus der ersten Pressung stammen, sind besonders wertvoll und sollten möglichst kalt verwendet werden, z.B. für Salatsoßen. Die wertvollen ungesättigten Fettsäuren dieser Öle können durch übermäßigen Licht- und Sauerstoffeinfluss zerstört werden. Daher ist es sinnvoll auf eine lichtundurchlässige Flasche zu achten. Darüber hinaus ist es ein Vorteil von kleinen Flaschen,dass sie seltener geöffnet werden, so dass auch Reste des Öles nur wenig mit Luft, und damit mit Sauerstoff in Kontakt kommen.
TIPP: Verwenden Sie nur solche Öle zum Anbraten, die (laut Verpackung) auch dafür geeignet sind. Dampft ihr Fett in der Pfanne, dann zersetzt es sich und umhüllt ihr Bratgut mit krebserregenden Stoffen.
Tipps zum sparsamen Umgang mit Fett
- Bei Milch und Milchprodukten fettarme Sorten bevorzugen z. B. Joghurt 1,5 % Fett, Magerquark, Käse 30 % F. i. Tr.
- Fettarme Wurst / Aufschnitt kaufen z. B. Corned Beef und Aspik.
- Fettrand von Fleisch und Schinken abschneiden.
- Nicht Frittiertes essen: statt Pommes frites lieber gekochte Kartoffeln.
- Fleisch/ Fisch nicht panieren (die Panade saugt sich voll Fett).
- Salate nicht mit Öl oder Mayonnaise anmachen, sondern ein Dressing aus Joghurt, Zitronensaft und Kräutern bereiten.
- Koch- und Bratfett nur sehr wenig verwenden. Sie können auch mit Mineralwasser braten!
- Grillgut sparsam einpinseln.
- Fettarme Garmethoden verwenden. Im Wok, Bratbeutel/ -folie, Römertopf oder einer beschichteten Pfanne braten Sie ohne Fett.
- Fett von Suppen und Saucen abschöpfen (im Kühlschrank erkalten lassen, ablöffeln oder in heißem Zustand durch Kaffeefilter oder Küchenpapier gießen).
- Beim Ei steckt das Fett (Cholesterin) im Eigelb. Eiweiß ist fettarm!

