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Ess-Störungen

Rank und schlank, aber krank

Nicht alle, die normalgewichtig oder sogar schlank sind, fühlen sich in ihrer Haut wohl. Unter Jugendlichen ist jeder fünfte von Essstörungen betroffen und hat ein abnormes Verhältnis zu seinem eigenen Körper.

Die Faktoren, die zu diesem Phänomen führen, sind individuell unterschiedlich. Sicherlich spielt es auch eine Rolle, dass den Jugendlichen scheinbar perfekte, vollkommene Körper als Ideale dargeboten werden – ob in Musikvideos oder auf dem Laufsteg. Dünn ist gleich gut aussehend, ist gleich sexy und erfolgreich. Dieser Gleichung möchten viele gerne entsprechen. Perfektionistisch veranlagte junge Frauen und Männer verlangen auch von ihrem Körper Vollkommenheit, die sie scheinbar nie erreichen. So können sie in die Spirale einer Essstörung rutschen.

Anzeichen für Magersucht:

  • Gewichtsverlust von 20 % innerhalb kurzer Zeit (ca. 3-4 Monate) z.B. 12 kg bei ursprünglichen 60 kg und einer Größe von 1,70 m
  • Der Gewichtsverlust ist durch streng kontrollierte und eingeschränkte Nahrungsaufnahme selbst herbeigeführt, übertriebene körperliche Aktivitäten, selbst induziertes Erbrechen oder Abführen (anfallsartig)
  • Ständiges, übertriebenes gedankliches Kreisen um Nahrung und Körperschema
  • Extreme Angst vor Gewichtszunahme
  • Körperschema-Störung (der eigene Körper wird immer als „dick/fett“ wahrgenommen, auch wenn schon deutliches Untergewicht besteht)
  • Perfektionismus
  • Hyperaktivität
  • Fehlende Krankheitseinsicht
  • Ausbleiben der Monatsblutung


Hilfe finden Betroffene oder Angehörige von Magersüchtigen hier.
http://www.bzga-essstoerungen.de/

Adressen von Beratungsstellen:
http://www.magersucht-online.de


BULIMIE


Bulimie-Betroffene sind meist normalgewichtig, können auch unter- oder übergewichtig sein. Sie werden von häufigen Heißhungerattacken heimgesucht: Erkrankte Personen wollen ihr Gewicht durch Erbrechen, Hungern, Diäten, ausgiebigen Sport oder den Missbrauch von Abführ- oder Brechmitteln kontrollieren.

Während der Essanfälle verlieren Bulimiker die Kontrolle über sich selbst und über die Nahrungsmengen, die sie verschlingen. Gründe für das anschließende Erbrechen sind vor allem die Angst vor einer möglichen Gewichtszunahme sowie Scham über den Kontrollverlust und das eigene Versagen. Dieses Wechselbad zwischen Hungern und Essen mit anschließendem Erbrechen, Abführen oder Abtrainieren hat der Bulimie auch den Namen Ess-Brech-Sucht gegeben.

Anzeichen:

  • Häufiges Erbrechen führt zu einem Mangel an lebenswichtigen Salzen (vor allem Kalium), es kann zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen
  • Zahnschäden durch Erbrechen
  • Vergrößerung der Speicheldrüse durch häufiges Erbrechen ("mumpsartiges" Aussehen)
  • Narben am Handrücken durch das Auslösen des Erbrechens mit den Fingern
  • Magen- und Darmstörungen, Magenentzündung
  • Erbrechen reizt die Schleimhaut der Speiseröhre und des Magens, schmerzhafte Blutungen oder Narben können entstehen


http://www.ab-server.de/


http://www.bzga-essstoerungen.de/

Adressen von Beratungsstellen:
http://www.magersucht-online.de