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Still-Tipps

Still-TippsDas Baby ist da! Natürlich wollen Sie nur das Beste für Ihr Kind. Die natürliche erste Nahrung ist Muttermilch! Und die ist für Ihr Kind maßgeschneidert.

MUTTERMILCH: DAS BESTE FÜR MEIN KIND

Die Nationale Stillkommission empfiehlt:
Ausschließliches Stillen in den ersten sechs Lebensmonaten ist die beste und ausreichende Ernährung für Säuglinge. Der Zeitpunkt, ab dem ein Säugling zusätzlich Beikost benötigt, ergibt sich individuell in Abhängigkeit vom Gedeihen und den motorischen Fähigkeiten des Kindes. Beikost sollte in der Regel nicht später als zu Beginn des 7. Lebensmonats und keinesfalls vor Beginn des 5. Monats gegeben werden. Beikosteinführung bedeutet nicht Abstillen, sondern eine langsame Verminderung der Muttermilchmengen und Stillmahlzeiten.

DAS STILLEN UND SEINE VORTEILE

Das Beste für´s Kind: Muttermilch enthält alle notwendigen Nährstoffe in der richtigen Menge und Zusammensetzung. Sie ist leicht verdaulich und passt sich den speziellen Bedürfnissen des Säuglings während seiner Entwicklung genau an.

  • Stillen ist praktisch: Muttermilch ist immer sofort verfügbar, billig, hygienisch einwandfrei und gut temperiert.
  • Zeitersparnis: Durch das Stillen sparen Sie den Aufwand für den Einkauf, die Zubereitung und das Auskochen und Reinigen der Fläschchen.
  • Stillen bietet mehr als die Sättigung des Säuglings: Förderung der emotionalen Bindung von Mutter und Kind, Austausch von Zärtlichkeiten, erste Kommunikation zwischen Mutter und Kind.
  • Schutz vor Allergien: Durch spezielle Inhaltsstoffe der Muttermilch wird die Reifung der Darmschleimhaut des Kindes gefördert – dies wiederum regt das kindliche Immunsystem an.
  • Der Nährstoffgehalt vom Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Säuglings an: Schon während des Stillvorgangs kann sich die Zusammensetzung der Muttermilch ändern.
  • Vorbeugung von Krankheiten beim Kind: Diabetes mellitus, Übergewicht im Kindesalter, Magen-Darm-Infektionen.
  • Gesundheit der Mutter: Die Gebärmutter kann sich schneller zurück bilden, das Risiko für Krebserkrankungen wird vermindert z. B. Brust- oder Eierstockkrebs.
  • Stillen ist umweltfreundlich: Es fällt kein Verpackungsmüll an und für die Zubereitung der Nahrung wird keine Energie benötigt.

MUSS MAN BESTIMMTE LEBENSMITTEL MEIDEN?

1. Allergieprävention
Nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen kann eine allergenarme Ernährung der Mutter während der Schwangerschaft und Stillzeit das Auftreten von späteren Allergien beim Säugling nicht vermindern.

2. Unverträgliche Lebensmittel
Auch pauschal Zitrusfrüchte und Obstsäfte zu meiden, um beim Säugling ein Wundsein zu vermeiden, ist nicht erforderlich. Besser ist es, wenn Stillende erst einmal beobachten, ob ihr Baby tatsächlich auf ein bestimmtes Lebensmittel reagiert. Gleiches gilt für Kohlgemüse, Lauch, Zwiebeln, Knoblauch und Hülsenfrüchte. Bei manchen Babys führen die oben genannten Ballaststofflieferanten zu Blähungen. Erst wenn das Baby nach dem Verzehr dieser Speisen mit Blähungen Probleme hat, sollten sie vom Speiseplan der Mutter gestrichen werden.

3. Genussmittel
Genussmittel wie Alkohol oder Koffein sind in Maßen erlaubt. Allerdings sollte auf einen möglichst großen Abstand bis zur nächsten Stillmahlzeit geachtet werden. Denn Koffein kann die Herzfrequenz des Babys erhöhen und Alkohol kann zur Teilnahmslosigkeit beim Säugling führen.

FAZIT

Grundsätzlich gilt: Keine Einschränkung der Lebensmittelauswahl, z. B. Verzicht auf Milch und Milchprodukte, da das Risiko einer unzureichenden Nährstoffzufuhr von Mutter und Kind weit aus höher ist, als der Nutzen einer einseitigen Ernährung (ggf. Rücksprache mit einem Arzt oder Ernährungswissenschaftler.)