Sie befinden sich in:
 

Was sollten Sie tun?

Was tun bei hohen Blutfetten?
Bei bestehendem Übergewicht ist eine Gewichtsreduktion anzustreben. Jedes verlorene Kilo wirkt sich positiv auf die Blutfettwerte aus.

  • Setzen Sie sich in Bewegung: Werden Sie wenigstens dreimal wöchentlich für 30 – 45 Minuten aktiv. Beraten Sie sich vor Beginn der sportlichen Aktivität mit Ihrem Arzt, welche Sportart mit welcher Intensität für Sie in Frage kommt.
  • Meiden Sie Lebensmittel mit hohem Cholesteringehalt (s. Tabelle: Ungünstige Lebensmittelauswahl bei erhöhten Blutfettwerten) Essen Sie reichlich Ballaststoffe: Quellfähige Ballaststoffe z. B. aus Hülsenfrüchten, Obst (insbesondere Äpfel, Birnen und Beeren) und Gemüse, haben die Fähigkeit, Gallensäuren im Darm zu binden und mit dem Stuhl aus dem Körper zu befördern. Bei der Bildung neuer Gallensäuren wird Cholesterin verbraucht und damit der Cholesteringehalt im Blut gesenkt.
  • Essen Sie regelmäßig Fisch: Auch fettreiche Fischsorten wie Makrele oder Lachs können Abwechslung in den Speiseplan bringen, denn sie liefern Omega-3-Fettsäuren, die sich positiv auf den Blutfettspiegel auswirken.
  • Verwenden Sie beim Kochen pflanzliche Fette mit hohem Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren (sie bleiben auch bei Kühlschranktemperatur flüssig) z. B. Oliven-, Raps- und Sojaöl.
  • Große Mengen an Fruchtzucker und Alkohol erhöhen den Triglycerid-Wert. Bei erhöhtem Trigyceridspiegel ist deshalb eine Einschränkung von Fruchtzucker, süßen Getränken, Dosenobst, Trockenobst und Alkohol ratsam.

Ungünstige Lebensmittelauswahl bei erhöhten Blutfettwerten
Nicht nur der Verzehr von cholesterinreichen Lebensmitteln führt zu einem Anstieg der Cholesterinwerte im Blut, auch die kurzen gesättigten Fettsäuren und die Transfettsäuren erhöhen das schädliche LDL-Cholesterin.

In der folgenden Tabelle sind Lebensmittel mit einem extrem hohen Cholesterinanteil oder Fettbestandteil aufgeführt, die die Blutfettwerte negativ beeinflussen und deshalb gemieden bzw. nur eingeschränkt verzehrt werden sollten:

Lebensmittelgruppe

Ungünstige Lebensmittelauswahl bei erhöhten Blutfettwerten

Speisefette

   

Butter, Schmalz, Kokosfett

Fleisch 

Durchwachsenes und fettes Fleisch, Fleischkonserven, Speck, Innereien, Geflügel Gans, Ente

Wurstwaren

Fette Wurstsorten z. B. Leberwurst, Mettwurst, Bratwurst, Mortadella

Fisch

Krusten- und Schalentiere (z. B. Garnele, Hummer), Aal, Kaviar, Schillerlocken, Fischfrikadellen

Eier

Nicht mehr als 3 Eigelb die Woche (einschließlich der versteckten Eier aus Eiernudeln, Frikadellen, Kuchen etc.)

Milch und Milchprodukte

Vollmilch 3,5 % Fett, Kaffeesahne, Kondensmilch 7 %, Naturjoghurt mit 3,5 % Fett,  Speisequark 40 % Fett, Sahnequark, Schlagsahne, Creme fraiche, Schmand

Käse

fettreiche Käsesorten mit mehr als 40 % Fett i. Tr. z. B. Doppelrahmfrischkäse

Kartoffeln

mit ungeeigneten Fetten zubereitete Kartoffelprodukte, z. B. Chips

Backwaren

Backwaren aus Mürbe-, Biskuit-, Rühr-, Blätter-, Brandteig, Salz- und Käsegebäck

Süßwaren

Nussnougat-Creme, Schokolade und Schokoladenerzeugnisse, Nougat, Marzipan, Sahneeis, Softeis

Die gute Nachricht aber lautet: Pflanzliche Lebensmittel sind von Natur aus cholesterinfrei!

Hinweis: Auch Bewegung und Sport können den Fettstoffwechsel positiv beeinflussen. Durch regelmäßiges Ausdauertraining lässt sich das „gute“ HDL-Cholesterin erhöhen und das „schlechte“ LDL-Cholesterin senken. Regelmäßig heißt hier: Täglich min. 30 Minuten z. B. Walking, Spaziergänge, Rad fahren und zusätzlich 3 bis 4-mal wöchentlich Freizeitsport.