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Diagnose Diabetes
Muss man als Diabetiker anders essen? Jein! Die Wissenschaft weiß heute, dass auch für Diabetiker das Prinzip der ausgewogenen Ernährung gilt. Doch Sie sollten darüber hinaus das ein oder andere beachten.
Kennen Sie die Ernährungspyramide? Prima, denn sie gilt auch für Menschen, die an Diabetes erkrankt sind. Jeder Kreis der Pyramide steht für eine Tagesportion der dargestellten Lebensmittelgruppe.
Dabei sind die Produkte in den grün hinterlegten Kreisen für unseren Körper in größerer Menge notwendig als die gelb und rot hinterlegten. Zudem gibt es noch ein paar Regeln, die Diabetiker beachten müssen.
>> Zur Ernährungspyramide
Regel 1
Die Aufnahme von reinem Zucker sollten Sie auf 50 Gramm am Tag beschränken. Dazu zählen nicht nur Kuchen und Süßigkeiten, sondern auch gesüßte Getränke. 50 Gramm entsprechen z. B. einem großen, selbst gemachten Pfannkuchen mit Apfelmus und Puderzucker oder zehn Tassen Tee mit Kluntje.
Regel 2
Essen oder trinken Sie Zucker nicht pur. Der Blutzucker schnellt dadurch in die Höhe – die gefährlichen Blutzuckerspitzen entstehen. Gummibären und Co sind deshalb nicht die ideale Zwischenmahlzeit. Genießen Sie sie lieber als Nachtisch. Denn: Ist der Magen bereits gefüllt, verbleibt der Zucker aus den Süßigkeiten dort länger. Die Folge: Der Zuckereinstrom ins Blut wird verzögert.
Regel 3
Essen Sie fünf bis sechs kleine Mahlzeiten pro Tag. Da die Bauchspeicheldrüse bei Diabetikern meist nicht mehr mit der Produktion von Insulin nachkommt, schonen kleine Portionen das Organ, während es mit großen Mahlzeiten überfordert wird.
So essen Sie richtig
Flüssigkeit, Gemüse und Obst enthalten die wertvollsten Nährstoffe für unseren Stoffwechsel und sollten mengenmäßig am häufigsten im Speiseplan vertreten sein.
Diabetiker sollten dabei besonders auf Folgendes achten:
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Greifen Sie zu zuckerfreien Getränken wie Tee, Kaffee und aromatisiertem Mineralwasser. - Setzen Sie auf Getränke, die nur mit Süßstoff gesüßt sind (z.B. Light-, Zero-Getränke).
- Wer Tee und Kaffee süßen möchte, kann durch Süßstofftabletten Kalorien und Zucker sparen.
- Gemüse ist wegen seiner neutralen Wirkung auf den Blutzucker ideal. Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Sorten wie Möhren, Lauch, Spargel, Kohlgemüse, Chicorée oder Paprika.
- Hülsenfrüchte enthalten zwar Kohlenhydrate, aber auch so viele Ballaststoffe, dass erst ab einer großen Verzehrmenge (z. B. nach dem zweiten Teller Linsensuppe) eine Wirkung auf den Blutzucker zu erwarten ist.
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Vorsicht: Mais ist botanisch gesehen ein Getreide und wirkt blutzuckererhöhend! - Obst enthält zwar fruchteigenen Zucker, aber auch Vitamine und andere wichtige Vitalstoffe. Essen Sie daher auch als Diabetiker zwei Portionen Obst pro Tag. Eine Portion entspricht dabei einer tennisballgroßen Menge.
- Bananen, Weintrauben, Ananas sowie Honigmelonen zählen zu den besonders zuckerhaltigen Früchten. Wenn Sie Bananenstücke z. B. mit Quark kombinieren oder Weintrauben mit Käse essen, gelangt der Zucker langsamer ins Blut. Achten Sie dennoch auf kleine Mengen.
- Bevorzugen Sie Obst mit mittlerem Zuckergehalt und/oder hohem Ballaststoffanteil.
Dazu zählen:
Kernobst (Apfel, Birne, Nashi)
Steinobst (Pflaume, Aprikose, Pfirsich, Nektarine, Zwetschge)
Beerenobst (Blau-, Him-, Erdbeere)
Zitrusfrüchte (Grapefruit, Orange, Clementine, Pomelo)
Exoten (Kiwi, Avocado, Feige, Kaktusfeige, Mango, Maracuja, Papaya, Kaki)
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