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Konventionelle Aquakultur
Heute werden bereits rund 50 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte gezüchtet. Das bedeutet, dass mehr als 40 Prozent der weltweit konsumierten Menge an Fisch aus Aquakultur stammen.
Doch die meisten Aquakulturen sind nicht die Lösung für die Überfischung, sondern mitursächlich. Denn oft wird Wildfisch als Futter genutzt: Um ein Pfund Lachs zu erzeugen, müssen fünf Kilo wilden Fischs wie Hering, Sardine oder Makrele verfüttert werden. Bei der Thunfischzucht sind sogar 20 Kilo Futter pro Kilo Thunfisch nötig. Dieses massive Abfischen von Futterfischen wird von Umweltverbänden heftig kritisiert.
Verschmutzung des Meeres, Zerstörung von Wäldern
Hinzu kommt die Verschmutzung des Wassers durch Fischkot: Laut Greenpeace produziert eine Lachsfarm in einem Netzgehege im Meer mit 200.000 Fischen die gleiche Fäkalienmenge wie eine Stadt mit 62.000 Einwohnern. Außerdem müssen konventionelle Kulturen intensiv mit Antibiotika behandelt werden, das ebenfalls im Wasser landet. Ein weiteres Problem: Aus Aquakulturen brechen immer wieder Zuchttiere aus. Heimische Wildpopulationen können dadurch langfristig verdrängt werden. Und auch die Anlagen an sich zerstören oft wertvollen Lebensraum: So wurden große Teile tropischer Mangrovenwälder in Asien und Südamerika abgeholzt, um Platz für Shrimp-Farmen zu schaffen.
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