Klassische Fischerei
Rund 82 Millionen Tonnen Fisch werden laut des Bundesumweltministeriums in der klassischen Fischerei jährlich weltweit gefangen. Doch es gibt Probleme. Das Meer ist leer, der weltweite Fischbestand dramatisch geschrumpft. Viele Populationen sind bereits so stark dezimiert, dass sie nicht mehr genug Nachkommen produzieren können, um den Bestand zu halten – sie sind überfischt.
Immer größere Fangflotte, immer mehr Beifang
FAO, Fischereiexperten und Umweltschutzorganisationen kritisieren schon lange zu hohe Fangquoten und fordern mehr Schutzgebiete. Gleichwohl dringt eine immer größer werdende Fischfangflotte mit immer moderneren Techniken in den maritimen Lebensraum vor. Die auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Fangmethoden sind ein großes Problem: So wird bei der Grundschleppnetzfischerei Flora und Fauna am Grund zerstört. Engmaschige Netze holen Jungfische vor ihrer Fortpflanzung aus dem Meer. Ungewollt mitgefangene Fischarten, Meeressäuger oder Vögel verenden als Beifang in den Netzen der Fischerei. Etwa 300.000 Wale, 100 Millionen Haie und Rochen sowie eine Viertelmillion Meeresschildkröten sterben nach Schätzungen des WWF so jährlich. Großen Schaden richtet zudem die illegale Fischerei an, die in schwer kontrollierbaren Gebieten mit zum Teil brutal zerstörerischen Fangmethoden betrieben wird.
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