Früh & besonders LECKER |
NaturWert – das bedeutet „kontrolliert produzierte Lebensmittel von bester Qualität, direkt aus unserer Region“. Erstmals in diesem Jahr gibt es in den nächsten Wochen NaturWert-Frühkartoffeln. Sie stammen vom Lilienhof in Friedeburg aus dem Landkreis Wittmund – ein Hof mit einer langen Kartoffelanbau-Tradition.
 Wirklich leckere Frühkartoffeln zu ernten, ist eine Wissenschaft für sich. Das wird im Gespräch mit Landwirt Heino Pflüger schnell deutlich. Seit fast 100 Jahren werden auf dem Lilienhof in Friedeburg Kartoffeln angebaut. Der landwirtschaftliche Betrieb ist seit 1913 in Familienbesitz.
Heino Pflüger vertritt die vierte Generation. Die fünfte arbeitet mit Sohn Hendrik Pflüger schon jetzt kräftig mit. „Es ist schön zu wissen, dass mein Sohn den Hof weiterführen wird”, sagt Heino Pflüger. So werden die kleinen und großen Geheimnisse des Kartoffelanbaus von Generation zu Generation weitergegeben.
FAST VON HAND GEPFLANZT
Dabei beginnt die Arbeit mit den Frühkartoffeln bereits Ende Januar. Die späteren Pflanzkartoffeln der Sorten Leyla und Finka werden in kleinen Kisten vorgekeimt, ein möglichst fester Keim muss entstehen. „Sonst fällt er beim Pflanzen ab und alle Arbeit war umsonst”, erläutert Pflüger. Daher ist das Pflanzen Anfang April auch besonders heikel. Vollautomatisch geht da im Gegensatz zu den normalen Kartoffeln gar nichts. „Vier Leute auf der Setzmaschine sorgen dafür, dass die Keime beim Pflanzen nicht beschädigt werden”, so der Landwirt.
Doch auch in der Erde braucht die Frühkartoffel Hege und Pflege. Schließlich kann es im Frühjahr noch so manches Mal empfindlich kalt werden. Das mögen die Pflanzen nun gar nicht. Darum werden sie mit einem weichen weißen Flies zugedeckt, bis die Frostgefahr Anfang Juni gebannt ist. Um richtig gute und leckere Frühkartoffeln zu ernten, muss jetzt noch die Mischung aus Regen und Sonne stimmen.
NICHT ZUM LAGERN GEEIGNET
Dann geht es Anfang Juli mit der Ernte los – ebenso schonend und vorsichtig wie beim Pflanzen. Schließlich darf die dünne Schale der Frühkartoffeln nicht beschädigt werden. Übrigens auch der Grund dafür, dass sich Frühkartoffeln überhaupt nicht zum Einlagern eignen. Deshalb kann Landwirt Pflüger auch nicht gleichzeitig die gesamten 25 Hektar Frühkartoffeln ernten. Nach und nach werden sie vom Feld geholt, immer gerade so viel, wie in den Combi Märkten verkauft wird. Denn: „Frühkartoffeln sollten innerhalb von zehn Tagen nach der Ernte verspeist werden”, so der Kartoffel- Experte. Nur dann haben sie ihren unnachahmlichen Geschmack, ihre goldgelbe Farbe und ihre ausgezeichnete Qualität. Umso besser, dass die Natur- Wert-Kartoffeln richtig kurze Wege haben. Auf dem Lilienhof geerntet und verpackt, werden sie zum Combi Zentrallager nach Nordmoor gebracht und von dort direkt in die Märkte zu den Kunden weitergeliefert. Auch für die neuen Natur- Wert-Kartoffeln gilt also: Immer eine Frische voraus!
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