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So kommt die Frucht in den Markt

Orangen, Zitronen, Pfirsiche — unsere Obstabteilungen sind voller frischer leckerer Früchte. Doch woher kommen diese eigentlich? Und wie kommen sie in den Markt? Wir begeben uns auf Spurensuche …

Alles Schöne hätte ein Gesicht, sagt Jesus Gomez, der eigentlich nicht zum Überschwang neigt. Neben seinem Bruder und seiner Schwester ist er Chef der „Frutas Esther”. Das Familienunternehmen ist eines der größten spanischen Exportunternehmen für Obst und Gemüse in Abarán (Murcia) an der Costa Blanca. Als einfache Bauern haben Großvater und Vater dieses ab 1960 aufgebaut. Auf mehreren Fincas bewirtschaften über 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 1500 Hektar Land. Darauf wächst so ziemlich alles, was in den Fruchtsalat passt oder als Gemüsebeilage zum Braten gehört. Hier wird auch die Eigenmarke von Bünting, „SUN aromatico” (z. B. Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen), gepflegt.

GRÜNER GARTEN
Die Fincas liegen auf drei verschiedenen geologischen Höhen. Boden, Bewässerung, die Sorten der Pflanzen und das Wetter ermöglichen so, zu verschiedenen Jahreszeiten unterschiedliche Ernten einzufahren. So ist in der wasser armen Region Spaniens ein grüner Garten entstanden. Zuerst wurde er von den Römern bewirtschaftet, später verfeinerten Araber die Kulturen.

Das Familienunternehmen besitzt noch heute historische Be wässerungsanlagen. „Wir sind aber ein moderner Betrieb”, sagt Jesus Gomez. Eine computergesteuerte Tröpfchenbewässerung sorgt dafür, dass jede Pflanze direkt zur richtigen Zeit die notwendige Menge Wasser erhält. Das ist ökologisch sinnvoll und sparsam. Frutas Esther ist Partner der Universität Murcia und von Instituten in den USA, um immer neue Sorten von Pfirsichen zu entwickeln. Der Betrieb produziert etwa 20 Sorten. Diese sichern über die Saison ein gleichbleibendes Niveau von Geschmack und Aussehen und sind robust genug, um den Transport nach Deutschland zu überstehen.


FRISCHE & TRANSPARENZ
Die Früchte werden im Stadium der optimalen Reife gepflückt und gehen dann auf die Reise. „Einzig durch Kühlung können wir den Reifeprozess etwas verzögern. Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden. Bei der Ankunft in den Logistikzentren in Nortmoor, Detmold oder Wallenhorst wachen unsere Früchte auf und haben einen optimalen Reifezustand”, erklärt Jesus Gomez. „Iberiana”, Büntings Partner in Spanien kontrolliert dabei dank moderner Technik auf jedem Kilometer den Zustand der Früchte. „Wissen Sie, ich würde lieber kein Obst an Bünting verkaufen als Obst minderer Qualität”, sagt Enrique Clavel, Geschäftsführer von Iberiana.

Die Landwirte müssen die Qualitätsnorm der EU, aber auch die hauseigenen Normen von Iberiana erfüllen.  „Wir beschäftigen Agraringenieure. Diese Leute gehen unangemeldet in die Betriebe und kontrollieren Arbeitsmethoden und Ware. Wenn wir Zweifel haben, lehnen wir die Ware ab”, betont Enrique Clavel. Neben den eigenen Kontrollen beauftragt Iberiana auch immer ein unabhängiges Labor, „UI  Iberia”, mit Untersuchungen über die Qualität der Produkte, bevor sich ein Lkw mit Ware auf den Weg macht.

Zusätzlich wird auf der zweitägigen Reise über elektronische Datenübermittlung der Kühlstatus des Lkw von Iberiana überwacht. „Ich gebe sogar das Passwort meines  Computers an Bünting. Die Einkäufer Frank Froböse und Thomas Vilgersthofer, können sich bei Bünting in Leer aktuell in jede Lieferung einschalten und den Zustand kontrollieren”, erklärt Clavel. „Wir tun alles, um unsere Produkte in 1-a-Zustand nach Deutschland zu bringen.”


Früchte auf Reisen
Dienstags holt Enrique Clavel die Angebote der spanischen Landwirte ein. Mittwochs verhandelt er mit Frank Froböse und Thomas Vilgerts hofer von Bünting über den Kaufpreis. Dann wird die Ware geerntet und in Spanien  ab ge packt. Sonntags, dienstags und donnerstags stehen dann die Lkws mit der Ware vor den Auslieferungslagern von Bünting, um diese sofort in die Obst- und Gemüseabteilungen von Combi zu liefern.

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